Veranstaltung Rostock :"Uni Bolognese?"
Die SPD-Landtagsfraktion veranstaltete am 21. Oktober 2010 in Rostock eine Fachkonferenz mit dem Titel „Uni Bolognese?“, bei der es darum ging, die Kritik am so genannten Bologna-Prozess aufzunehmen sowie neue Perspektiven für unsere Hochschulen zu entwickeln.
Die SPD-Fraktion hatte in diesem Zusammenhang ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, das unter anderem auf der Fachkonferenz diskutiert wurde. Zu Gast waren hochkarätige Expertinnen und Experten, so z.B. die ehemalige Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn, der Kulturstaatsminister a.D. Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin sowie der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck.
Für die, die nicht dabei sein konnten, dokumentieren wir hier die einzelnen Redebeiträge in der Reihenfolge der Tagesordnung. (Zur Vermeidung großer Datenmengen haben wir die Videos der Einzelreden relativ stark komprimiert. Wir bitten um Ihr Verständnis.)
Einführung und Begrüßung
Mathias Brodkorb, Hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion M-V
Zum Stand der Umsetzung des Bologna-Prozesses in M-V im Lichte der Novellierung des Landeshochschulgesetzes
Udo Michalik, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V
Panel I: Der Europäische Hochschulraum – Bilanz und Perspektiven
Moderation: Mathias Brodkorb, MdL
10 Jahre Bologna-Prozess: Herausforderungen und Perspektiven
Edelgard Bulmahn, Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin a. D
Fünf Leitlinien für die europäische Universität der Zukunft
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Lehrstuhl für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Kulturstaatsminister a. D.
Panel II: Durch Exzellenzförderung und Eliteuniversitäten zu einer besseren Wissenschaft?
Moderation: Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Pro: Peter Greisler (Leiter der Unterabteilung „Hochschulen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung)
Contra: Prof. Dr. Clemens Albrecht (Lehrstuhl für Soziologie an der Universität Koblenz/Landau)
Panel IIIa: Alleinstellungsmerkmale als Selbstzweck?
Über die Suche nach der Einzigartigkeit in neuen Studiengängen, Evaluation und Akkreditierung
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Lehrstuhl für Gefäß und Transplantationschirurgie, Rektor der Universität Rostock
Pro: Prof. em. Dr. Detlef Müller-Böling (Hauptgesellschafter CHE Consult, Dortmund)
Contra: Jürgen Kaube (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Panel IIIb: Diplom-Ingenieur oder Master of Science?
Über die Anerkennung der neuen Studienabschlüsse in der Wirtschaft
Moderation: Prof. Dr. Klaus-Peter Schmitz, Direktor des Instituts für Biomedizinische Technik der Universität Rostock, Mitglied der Berlin- Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Pro Master: Prof. Dr. Norbert Grünwald (Mathematiker, Rektor der Hochschule Wismar)
Pro Diplom-Ingenieur: Venio Piero Quinque (Geschäftsführer des TU9 German Institutes of Technology e.V.)
Panel IV: Von der Hochschultauglichkeit Europas – Vorschläge zur Änderung des Landeshochschulgesetzes vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses
Moderation: Prof. Dr. Robert Northoff, Lehrstuhl für Kinder- und Jugendhilferecht und Soziale Dienste, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD M-V, ehemaliger Rektor der Hochschule Neubrandenburg
Vorstellung des Rechtsgutachtens „Verbesserung der Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Studium in Mecklenburg-Vorpommern“:
Prof. Dr. Claus Dieter Classen (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- u. Völkerrecht an der Universität Greifswald)
Kommentierung des Rechtsgutachtens
Prof. Dr. Hans-Jürgen von Wensierski (Lehrstuhl für Jugendbildung, Erwachsenenbildung, Neue Medien an der Universität Rostock, Dekan der Philosophischen Fakultät)

