Geschrieben von: Dr. Gerd Zielenkiewitz :
24.06.04
Antrag der Fraktionen der SPD und PDS
Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Lassen Sie mich zunächst, wenn es gestattet ist, zitieren aus der heutigen Zeitung.
Ich glaube, es ist die „Ostsee-Zeitung“, dort lese ich: „Vor fünf Jahren wurde der deutschlandweit erste Diplomstudiengang des Fachs an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald eröffnet.“ Um welchen Studiengang handelt es sich? Um einen wirklich ganz richtungsweisenden, um die Kombination von Biologie und Mathematik, also
Fächer, die wir alle in der Schule sehr gern gehabt haben. Und weiter ist in diesem Artikel zu lesen, dass dieser Studiengang – der möglicherweise noch unter Ihrem Rektorat eingerichtet wurde, Herr Minister – auch dazugeführt hat, dass es weitere Aktivitäten in dieser Richtung an der Universität gibt und insbesondere, dass diese ersten Absolventen alle eine Arbeit gefunden haben.
Was hat das jetzt mit den Zentren für Innovationskompetenzen zu tun? Ich denke, ganz viel. Wenn wir solche Einrichtungen im Land haben, dann brauchen wir natürlich auch den entsprechenden Nachwuchs. Die beiden Zentren in Greifswald und in Rostock sind – zumindest für jemanden, der sich in Ostdeutschland auskennt – mit den Städten Jena, Ilmenau, Dresden und Leipzig, finde ich, in einer guten Gesellschaft.
Im Landestechnologieanzeiger und in der Universitätszeitung der Universität Rostock kann man dezidiert und quasi für die wissenschaftlichen
Dinge interessiert ganz genau nachlesen, worum es geht. Weitestgehend kann man dem folgen, aber wenn wir ehrlich sind, dann ist an irgendeiner Stelle mit dem Verständnis aller naturwissenschaftlichen und medizinischen Dinge vielleicht doch Schluss.
Mit der Umsetzung und Realisierung der beiden Projekte erwarten wir wichtige Impulse für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes und damit des Wirtschaftsstandortes Mecklenburg-Vorpommern. Der Bericht soll dies deutlich machen. Insbesondere soll der Aspekt beleuchtet werden, ob allein die erfolgreiche Teilnahme an derartigen Initiativen zwangsläufig eine stärkere Bündelung
der Ressourcen in unseren wissenschaftlichen Einrichtungen hervorruft, mithin eine Kleinteiligkeit aufgehoben wird.
Wichtig ist immer auch die Antwort auf die Frage nach Arbeitsplätzen in der Wirtschaft und der Wissenschaft. Um auf die eingangs gemachte Bemerkung zurückzugehen: Gelingt es mit derartigen Initiativen, Spitzennachwuchswissenschaftler im Lande zu halten und darüber hinaus Anziehungskraft für neue Landeskinder zu sein?
Und ist eine Affinität zu den wirtschaftlichen Schwerpunkten des Landes wie Gesundheitswirtschaft – ich erinnere an die heutige Debatte – und Ernährungswirtschaft gegeben? Wie erfolgreich sind Ausgründungen, Neugründungen im Umfeld dieser Innovationskompetenzzentren? –
Vielen Dank.
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