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Solide Finanzpolitik schafft Spielräume für gerechte Sozial- und Bildungspolitik

WebmaedchenNur durch eine zukunftsfeste, solide Finanzpolitik ist es möglich, dass M-V trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen künftig für die Bildung und Betreuung unserer Kleinsten 22 Mio. € an zusätzlichen Mitteln einsetzen kann. Seit 2006 hat M-V keine neuen Schulden mehr gemacht, insgesamt sogar 340 Mio. € abbauen können.

Im Vergleich mit der Entwicklung des gesamten Landeshaushaltes wird die enorme Kraftanstrengung deutlich: Während die Gesamtausgaben des Landes zwischen 2003 und 2011 um 5 % zurückgingen, steigen die Ausgaben für die Kindertagesförderung im selben Zeitraum um über 60 Mio. € von 77,2 Mio. € in 2003 auf voraussichtlich 137,7 Mio. € im Jahr 2011 an. Das entspricht einer Ausgabensteigerung um 78 %!

Solide Finanzen sind für uns also kein Selbstzweck, sondern schaffen durch geringere Zinslasten neue Spielräume für eine sozial gerechte Politik.

Das im Juli 2010 beschlossene neue KiföG ist dabei nicht der Anfang, sondern vielmehr ein weiterer konsequenter Schritt auf dem Weg zum kinder- und familienfreundlichsten Bundesland. Bereits in den vergangenen Jahren hat sich die SPD-Landtagsfraktion mit zahlreichen parlamentarischen Initiativen für eine bessere finanzielle Ausstattung, höhere Qualität und mehr Gerechtigkeit bei der Kindertagesförderung eingesetzt. So wurden mit weiteren insgesamt 14,5 Mio. € pro Jahr ab 2009 die deutliche Reduzierung der Elternbeiträge im letzten Kindergartenjahr und ein in der Regel kostenloses Mittagessen in der Kindertagesstätte für Kinder aus sozial schwachen Familien eingeführt.

Grafikhaushalt

News aus dem Landtag

Unterschiedliche Vergabegesetze von Koalition und LINKE offenbaren konträre Positionen

850swebAuf den ersten Blick unterscheiden sich die Entwürfe von Koalition und LINKE für ein Gesetz über die Vergabe öffentlicher Auftrage nur um 1,50 € beim Mindestlohn. Tatsächlich gehen die Positionen aber weit auseinander: Während die LINKE hohe bürokratische Hürden schafft, vertraut die Koalition auf positive Signalwirkung und Einsicht in die wirtschaftliche Notwendigkeit.

 


Aktuelle Stunde befasst sich mit gescheiterten Steuersenkungsplänen der Bundesregierung

lohnzettelIn seiner Aktuellen Stunde hat der Landtag heute zum Thema "Arbeit muss sich lohnen - Kleine und mittlere Einkommen nicht weiter belasten" debattiert. Hintergrund für die Themenwahl durch die CDU war offensichtlich die am 11. Mai 2012 im Bundesrat gescheiterte Initiative der Bundesregierung zum Abbau der kalten Progression, mit der die Bundesbürger um 6,1 Mrd. Euro jährlich entlastet werden sollten. Die von SPD und Grünen regierten Länder hatten zur Gegenfinanzierung vergeblich eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 49 Prozent gefordert. Das Verfahren beschäftigt jetzt den Vermittlungsausschuss.