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Mehr Wertschöpfung und Arbeitsplätze: neue Energiepolitik ist die Zukunft unseres Landes

Dass erneuerbare Energien zukunftsweisend sind, darüber besteht unter Fachleuten weitgehend Einigkeit: sie sind unendlich verfügbar, sie sind klimafreundlich, sie machen uns mittel-und langfristig unabhängig von Exporten aus politisch instabilen Ländern. Dass erneuerbare Energien darüber hinaus für Wachstum, regionale Wertschöpfung und nachhaltige Beschäftigung sorgen können, bedarf allerdings noch weiterer Anstrengungen durch Wirtschaft und Politik. Hier setzt die neue Energiepolitik an.

In Mecklenburg-Vorpommern steht bislang die Windenergie auf Platz 1: bislang vorwiegend an Land (Onshore), aber zunehmend auch auf offener See (Offshore) wird Energie aus Windkraft gewonnen. Mecklenburg-Vorpommern gehört aufgrund seiner klimatischen Bedingungen zu den führenden Windenergieregionen Deutschlands und deckt bereits jetzt ein Viertel seines Stromverbrauchs aus Windkraftanlagen. So umweltfreundlich der Strom aus Windenergie ist: problematisch bleibt, dass diese Form der Energieversorgung noch nicht grundlastfähig ist, d.h. in windarmen Zeiten durch andere Energiequellen ergänzt werden muss, und dass Windräder zunehmend auf Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung stoßen.

Auf Platz 2 steht die Energiegewinnung aus Biomasse. Deren Bedeutung wächst kontinuierlich an. Bei dieser Art der Energiegewinnung werden Energiepflanzen - vor allem Mais und bestimmte Getreidearten, aber auch Holzabfälle - in Heizkraftwerken verbrannt. Der Vorteil ist, dass diese Art der Energiegewinnung vollständig CO2-neutral ist, weil die Pflanzen bei ihrer Verbrennung nur genauso viel CO2  abgeben, wie sie vorher bei ihrem natürlichen Wachstum eingelagert haben. Biomasse steht jederzeit bedarfsgerecht zur Verfügung und unterliegt damit nicht den klimatischen Schwankungen wie die Windenergie.

Vergleichsweise wenig genutzt wird in unserem Land bisher die Sonnenenergie - und das trotz der sehr guten klimatischen Voraussetzungen mit einer jährlichen Sonnenscheindauer von bis zu 1.800 Stunden. Sonnenenergie kann zur Gewinnung von Strom durch Photovoltaikanlagen oder zur Gewinnung von Wärme in Solarthermieanlagen genutzt werden. Im Hinblick auf die Grundlastfähigkeit gibt es die gleichen Nachteile wie bei der Windenergie: in sonnenarmen Zeiten müssen andere Energiequellen herangezogen werden.

Eine weitere regenerative Energiequelle, die beachtliches und noch weitgehend ungenutztes Potenzial birgt, ist die Geothermie. Hier wird die Wärme aus dem Inneren der Erde vornehmlich zur Wärmegewinnung genutzt. Die besonderen geologischen Bedingungen, die man hierfür benötigt, sind in weiten Landstrichen Mecklenburg-Vorpommerns vorhanden. Der Vorteil der Energiegewinnung durch Geothermie besteht unter anderem darin, dass sie unabhängig von Klima und Wetter sowohl bei Tag als auch bei Nacht möglich ist.

Die günstigen klimatischen und geologischen Bedingungen Mecklenburg-Vorpommerns, die Lage am Meer sowie das hohe Biomasseaufkommen in der Landwirtschaft bieten also beste Voraussetzungen für eine neue Energiepolitik. Bei wesentlich intensiverer Nutzung aller vier Energiequellen wäre es möglich, bis 2020 ungefähr die Hälfte des Strombedarfs der gesamten Bundesrepublik zu decken! Mecklenburg-Vorpommern geht hier mit gutem Beispiel voran: schon im Jahre 2004 haben wir so viel Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen, dass wir rein rechnerisch die Hälfte unseres jährlichen Strombedarfs damit hätten decken können.

Bereits jetzt arbeiten in der ökologischen Energiebranche in Mecklenburg-Vorpommern Tausende von Menschen. Bei konsequenter Nutzung aller Möglichkeiten können wir in den nächsten 10 Jahren die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Wirtschaftszweig verdreifachen.

News aus dem Landtag

Koalition stimmt gegen vorschnelle Teilentwidmung des Rostocker Hafens für Atomtransporte

radioactive1Der Transport hochradioaktiver Stoffe ist ohne Zweifel ein umstrittenes Thema - nicht nur per Eisenbahn, sondern auch per Schiff. In Bremen hat man Letzteres einfach verboten und die Häfen für den Transport hochradioaktiver Stoffe gesperrt. Doch ist es sinnvoll, ein verfassungrechtlich stark umstrittenes Vorgehen auch auf den Rostocker Hafen zu übertragen? GRÜNE und LINKE würden es darauf ankommen lassen. Die Koalition denkt allerdings etwas weiter.

 

Kein Rütteln an Kooperationsvereinbarung mit Bundeswehr

KooperationsvereinbarungBunEin Vorwurf liegt in der Luft: Jugendoffiziere der Bundeswehr sollen laut einer Petition Informationsveranstaltungen an Schulen für Rekrutierungsversuche missbraucht haben. Die Grünen wollten anhand dieses Falles gleich die gesamte Kooperationsvereinbarung des Bildungsministeriums mit der Bundeswehr in Frage stellen. Doch Verbündete fanden sie nur bei den LINKEN.